Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2002

Klas­si­fi­ka­tions­struk­tur

37 Sekundärrohstoffe

Vorbemerkungen

Die Produktion dieser Abteilung ist das Ergebnis der Verarbeitung von Abfällen und Schrott sowie von ge-brauchten und nicht gebrauchten Erzeugnissen zu Sekundärrohstoffen. Kennzeichnend hierfür ist, dass der Input aus sortierten oder unsortierten metallischen oder nichtmetallischen Altmaterialien oder Reststoffen bzw. Schrott besteht und in der Regel ungeeignet ist für die weitere direkte Verwendung in einem industriellen Verar-beitungsprozess, während der Output für die weitere Verarbeitung aufbereitet wurde und dann als Zwischener-zeugnis gilt.
Als Recycling im Sinne dieser Güterabteilung gelten Transformationsprozesse, bei denen konstruktiv, chemisch oder anderweitig miteinander verbundene oder vermischte Stoffe durch stoffspezifische Verfahren mechani-scher oder chemischer Art und im allgemeinen mit einem wesentlichen Einsatz von Investitionsgütern so in ihrer Beschaffenheit verändert werden, dass sie als Sekundärrohstoffe unmittelbar in einem industriellen Verarbei-tungsprozess eingesetzt werden können. Ebenfalls zum Recycling gehört ein Transformationsprozess, bei dem zwar keine Investitionsgüter in wesentlichem Umfang eingesetzt werden, bei dem aber dennoch Produkte entstehen (z.B. nach Gütekriterien sortierte Altpapiere oder Altglas), die Qualitätsnormen für eine direkte Ver-wendung in einem industriellen Verarbeitungsprozess erfüllen. Wichtig ist somit, dass eine Transformation (zumeist im Hinblick auf eine größere stoffliche Homogenität) erfolgt und der Output in einen weiteren Verarbei-tungsprozess eingeht.
Zum Recycling im statistischen Sinne zählen nicht das Einsammeln und überwiegend manuelle Sortieren oder Trennen (z.B. manuelles Trennschneiden, Ausbau wiederverwertbarer Teile aus Unfallfahrzeugen) und auch nicht das Trennen von Stoffen zur gesonderten Entsorgung. Das Verpressen von Altmaterialien mit dem Ziel, verkaufs- und transportfähige Chargen zu erhalten, zählt ebenfalls nicht zum Recycling im statistischen Sinn wie die Herstellung von Endprodukten aus Sekundärrohstoffen, auch wenn diese, z.B. in einem integrierten Prozess, selbstgefertigt wurden.
Die Kodierung der neunstelligen Meldenummern dieser Abteilung wurde so vorgenommen, dass die ersten vier Stellen den Wirtschaftszweig und die letzten fünf Stellen die korrespondierenden Abfall- und Reststoffpositionen der Güterabteilungen 14 ff. angeben.
Diese Meldenummer umfasst nicht:
Erläuterungen siehe Vorbemerkungen zur Güterabteilung 37 (3614 90 000)

Langtitel

Sekundärrohstoffe

Ebene

Ebene 1: Güterabteilung