Klassifikation der Berufe, Ausgabe 2010 – überarbeitete Fassung 2020

Klas­si­fi­ka­tions­struk­tur

4314 Berufe in der Geoinformatik

Inhalt: Angehörige dieser Berufe analysieren geowissenschaftliche Daten mittels Informationstechnologie. Sie entwickeln Modelle zu Prozessen in der Geosphäre und Systeme zur Verwaltung, Nutzung und Präsentation von Geoinformationen.
Aufgaben, Tätigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, üblicherweise:


Geodaten im Gelände digital erfassen sowie Luft-, Infrarot-, Satelliten- und Radarbilder verarbeiten und digitale Karten erstellen


Geoinformationssysteme (GIS) entwickeln, realisieren, modifizieren und betreuen, dreidimensionale Modelle von Geoobjekten erstellen


geostatistische Methoden entwickeln und anwenden sowie regionale und globale Geodateninfrastrukturen aufbauen


dynamische Geoprozesse nummerisch modellieren, IT-gestützt Hochwasserschutzzonen ermitteln, mögliche Auswirkungen von Vulkanausbrüchen oder Erdbeben errechnen


IT-Lösungen in Teildisziplinen der Geowissenschaften, z. B. Geologie, Geophysik, Geografie, Geoökologie, Geodäsie und Vermessungswesen, entwickeln


für den Einsatz bei Umwelt- und Naturkatastrophen an der Gestaltung möglicher Vorgehensweisen und an der Entwicklung von Einsatzplänen mitarbeiten


neue Methoden und Verfahren für die Entwicklung von Datenbanksystemen für Geoinformationen erforschen
Die Systematikposition umfasst folgende Unterpositionen: 43144 Berufe in der Geoinformatik – hoch komplexe Tätigkeiten
Nicht einzubeziehende Positionen:


3122 Berufe in der Kartografie


4211 Berufe in der Geotechnik


4212 Berufe in der Geologie


4213 Berufe in der Geografie

Abgrenzung

Kurztitel

Berufe in der Geoinformatik

Ebene

Ebene 4: Berufsuntergruppe